X-Algorithmus verschiebt Benutzer innerhalb von Wochen nach rechts, wie eine Studie zeigt

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Eine kürzlich in Nature veröffentlichte Studie bestätigt, dass der algorithmische Feed auf X (ehemals Twitter) die politischen Ansichten der Nutzer innerhalb weniger Wochen messbar nach rechts verschieben kann. Dieses Ergebnis unterstreicht den starken, oft unsichtbaren Einfluss von Social-Media-Plattformen auf die öffentliche Meinung. Die von Wissenschaftlern der Bocconi-Universität durchgeführte Studie zeigt, wie die Exposition gegenüber dem „For You“-Algorithmus von X Einstellungen verändern kann, auch ohne dass Benutzer ihre politischen Zugehörigkeiten bewusst ändern.

Algorithmische Belichtung treibt Rechtsverschiebung voran

Forscher ordneten im Jahr 2023 sieben Wochen lang nach dem Zufallsprinzip fast 5.000 in den USA ansässige Sie zeigten auch eine zunehmende Skepsis gegenüber den Ermittlungen gegen Donald Trump und einen bemerkenswerten Wandel in der Einstellung zum Krieg in der Ukraine, sodass die Wahrscheinlichkeit, den ukrainischen Präsidenten Selenskyj positiv zu sehen, um 7,4 % zurückging.

Die Studie ergab insbesondere, dass die Benutzer auch nach dem Zurückwechseln zu einem chronologischen Feed die neuen Folgemuster beibehielten, die während der algorithmischen Exposition etabliert wurden. Dies deutet darauf hin, dass sich der Einfluss des Algorithmus nicht einfach umkehren lässt – Nutzer werden auch nach der Abmeldung weiterhin zu rechten Inhalten geleitet. Die Forscher fanden heraus, dass konservativ ausgerichtete Beiträge mit einer um 20 % höheren Wahrscheinlichkeit in algorithmischen Feeds auftauchten, während liberale Beiträge nur einen Anstieg von 3,1 % verzeichneten.

Warum das wichtig ist: Verstärkung und Echokammern

Diese Studie ist bedeutsam, weil sie konkrete Beweise für algorithmische Manipulation liefert. Obwohl frühere Vermutungen bestanden, ist dies eines der ersten randomisierten Experimente, das die Wirkung auf einer großen Plattform demonstriert. Die Ergebnisse werfen Fragen zu den langfristigen Auswirkungen einer längeren Exposition gegenüber diesen Algorithmen sowie zur Rolle des Besitzers von X, Elon Musk, bei der absichtlichen Verstärkung rechter Inhalte auf. Musk hat rechtsextreme Politiker öffentlich unterstützt und Verschwörungstheorien verstärkt, und sein Einfluss auf den Algorithmus der Plattform ist unbestreitbar.

Die Studie weist auch auf das umfassendere Problem algorithmischer Echokammern hin. Durch die Herabstufung traditioneller Nachrichtenquellen und die Förderung politischer Aktivisten schafft der Algorithmus von

Verantwortlichkeit und Zukunftsforschung

Die Forscher betonen, dass der algorithmische Einfluss über die parteipolitische Identität hinausgeht und Meinungen zu aktuellen politischen Ereignissen prägt. Dies wirft kritische Fragen zur Rechenschaftspflicht und Transparenz in Social-Media-Algorithmen auf. Gauthier schlussfolgerte: „Es ist an der Zeit, dass den Menschen bewusst wird, dass diese Algorithmen unsere Gesellschaften prägen, und dass sie darüber nachdenken, mit welcher Art von Einfluss sie zufrieden sind und wie wir über Rechenschaftspflicht denken sollten.“ Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um die kumulativen Auswirkungen der algorithmischen Exposition über längere Zeiträume zu verstehen und um festzustellen, ob ähnliche Auswirkungen auf anderen Plattformen auftreten.