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Fast 20 % der jungen Teenager stoßen auf Instagram auf explizite Inhalte

Eine aktuelle interne Meta-Umfrage zeigt, dass 19 % der Instagram-Nutzer im Alter von 13 bis 15 Jahren unerwünschten sexuell eindeutigen Bildern auf der Plattform ausgesetzt waren. Die Daten kamen während einer Bundesklage in Kalifornien ans Licht, wo Meta immer häufiger mit Vorwürfen konfrontiert wird, junge Nutzer durch süchtig machende Designs zu schädigen und zu einer psychischen Krise beizutragen.

Interne Meta-Umfragedaten

Die bisher nicht veröffentlichten Zahlen stammen aus einer Meta-Nutzerumfrage 2021, die am Freitag im Rahmen eines laufenden Gerichtsverfahrens veröffentlicht wurde. Adam Mosseri, CEO von Instagram, räumte in einer Stellungnahme ein, dass das Unternehmen diese Ergebnisse nicht routinemäßig teile, und verwies auf die inhärente Unzuverlässigkeit selbst gemeldeter Daten.

Die Ergebnisse sind besonders alarmierend, da die eigenen Richtlinien von Instagram Nacktheit und explizite Inhalte für jugendliche Nutzer verbieten, mit wenigen Ausnahmen für pädagogische oder medizinische Zwecke. Trotzdem gibt fast jeder fünfte junge Nutzer an, auf solche Bilder gestoßen zu sein, wobei die meisten dieser Begegnungen in privaten Direktnachrichten erfolgen.

Reaktion des Unternehmens und rechtlicher Druck

Meta-Sprecher Andy Stone betont, das Unternehmen sei „stolz auf die Fortschritte“, die bei der Bekämpfung schädlicher Inhalte erzielt wurden. Die Daten deuten jedoch darauf hin, dass ein erheblicher Teil der jugendlichen Nutzer immer noch unerwünschtem Material ausgesetzt ist.

Die Klage unterstreicht einen breiteren Trend der rechtlichen Prüfung, mit der Meta konfrontiert ist. Tausende ähnlicher Klagen wurden vor US-Gerichten eingereicht und von weltweit führenden Unternehmen, die argumentieren, dass das Unternehmen dem Engagement Vorrang vor der Benutzersicherheit einräumt.

Weitere beunruhigende Erkenntnisse

Die Umfrage ergab außerdem, dass etwa 8 % der 13- bis 15-jährigen Nutzer schon einmal Zeuge von Selbstverletzungs- oder Selbstmorddrohungen auf Instagram geworden sind. Die Moderationsherausforderungen der Plattform werden durch Datenschutzbedenken noch erschwert. Wie Mosseri erklärte, hätten viele Benutzer Einwände dagegen, dass Meta ihre privaten Gespräche aktiv überwacht.

Die Daten unterstreichen den anhaltenden Kampf, junge Nutzer vor schädlichen Online-Inhalten zu schützen, trotz der erklärten Absichten von Social-Media-Unternehmen. Der rechtliche Druck auf Meta könnte weitere Änderungen bei der Inhaltsmoderation und dem Plattformdesign erzwingen, um diese Risiken zu mindern.

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