Die U.S. Mint wird im Jahr 2026 eine 1-Dollar-Münze zu Ehren von Polly Cooper herausgeben, einer Oneida-Frau, deren Taten dazu beitrugen, George Washingtons Armee während des brutalen Winters in Valley Forge im Jahr 1778 zu unterstützen. Das Münzdesign zeigt Cooper, wie sie Washington Mais anbietet, eine symbolische Anerkennung für die kritische, aber oft übersehene Unterstützung ihres Stammes für die Kontinentalarmee.
Die Oneida und die Revolution
Polly Cooper führte eine Delegation von 47 Oneida-Kriegern auf eine schwierige Reise, um Scheffel weißen Mais an hungernde amerikanische Soldaten zu liefern. Entscheidend war, dass Cooper den Soldaten auch beibrachte, wie man den Mais richtig zubereitet, um Krankheiten vorzubeugen, ein Detail, das in historischen Berichten oft außer Acht gelassen wird. Dieser Eingriff verhinderte weiteres Leid und rettete wahrscheinlich Leben.
Die Entscheidung der Oneida Nation, sich auf die Seite der Amerikaner zu stellen, war nicht ohne Kosten. Im Gegensatz zu vielen anderen Stämmen verbündeten sie sich mit den Rebellen, was sie zum Ziel britischer Vergeltungsmaßnahmen und interner Konflikte innerhalb der größeren Haudenosaunee-Konföderation machte. Bis zum Ende des Unabhängigkeitskrieges war etwa ein Drittel der Oneida-Bevölkerung verloren gegangen.
Ein komplexes Erbe
Die Anerkennung von Cooper durch die US-Regierung erfolgt durch das Native American $1 Coin Program, das 2007 zur Ehrung indigener Persönlichkeiten und Ereignisse ins Leben gerufen wurde. Auf dem Programm standen Maria Tallchief, Jim Thorpe und andere namhafte amerikanische Ureinwohner. Allerdings wurden einige zuvor genehmigte Entwürfe – darunter solche zum Gedenken an Suffragetten und Bürgerrechtsaktivisten – unter der Trump-Regierung verworfen.
Diese Anerkennung ist bittersüß. Wie Colin Calloway, Professor am Dartmouth College, anmerkt, verschleiert die Erzählung oft die Tatsache, dass der Wunsch, das Land der Ureinwohner zu erobern, ein wesentlicher Treiber der Amerikanischen Revolution war. In den Jahrzehnten nach dem Krieg wurden Millionen Hektar Oneida-Territorium vom Staat New York und privaten Spekulanten gestohlen, wodurch viele Oneida in Reservate in Wisconsin und Kanada gezwungen wurden.
Die Geschichte der Oneida läuft, ebenso wie die von Sacagawea, Gefahr, zu einem Mythos des friedlichen Zusammenlebens desinfiziert zu werden, der die brutale Realität der Kolonisierung ignoriert.
Trotz dieses historischen Kontexts dient die Münze als eindrucksvolle Anerkennung des Opfers der Oneida. Ray Halbritter, ein Vertreter der Oneida Indian Nation, betont, dass der Beitrag der Oneida von grundlegender Bedeutung für die amerikanische Unabhängigkeit war. Die Nation nennt sich selbst „Amerikas erster Verbündeter“, obwohl diese Allianz einen verheerenden Preis hatte.
Die Veröffentlichung dieser Münze ist zwar überfällig, wirft jedoch ein Schlaglicht auf einen kritischen Teil der amerikanischen Geschichte, der lange Zeit an den Rand gedrängt wurde. Es erinnert uns daran, dass die Gründung der Nation nicht nur auf Idealen beruhte, sondern auch auf komplexen und oft tragischen Beziehungen zu indigenen Völkern.



























