Die Wahrheit über die Reinigung von Kaffeemaschinen: 5 getestete Methoden

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Bei der Sauberkeit Ihrer Kaffeemaschine geht es nicht nur um besser schmeckenden Kaffee; es geht um Hygiene und Langlebigkeit. Bakterien, Schimmel und Mineralablagerungen bilden sich mit der Zeit, beeinträchtigen den Geschmack und beherbergen möglicherweise sogar Schädlinge. Es gibt zwar viele Reinigungsmethoden – von Essig bis hin zu Spezialreinigern – um die beste Methode zu finden, sind jedoch Tests in der Praxis erforderlich. Ich habe fünf beliebte Methoden miteinander verglichen und dabei gebrauchte Kaffeemaschinen in unterschiedlichem Zustand verwendet, um herauszufinden, welche wirklich funktioniert.

Der Testprozess: Echte Maschinen, echte Ergebnisse

Ich habe fünf gebrauchte Filterkaffeemaschinen aus örtlichen Secondhand-Läden beschafft und sichergestellt, dass sie alle ähnlich schmutzig waren, bevor ich anfing. Dann habe ich vier führende Kaffeemaschinenreiniger mit der klassischen Essiglösung verglichen. Das Ziel war einfach: die effektivste und unkomplizierteste Reinigungsmethode zu finden. Die Ergebnisse? Alle fünf Methoden funktionieren bemerkenswert gut. Es gab keinen einzigen klaren Verlierer, aber einige Ansätze zeichneten sich durch Benutzerfreundlichkeit und Wirksamkeit aus.

Methodenübersicht: Was funktioniert und warum

Hier ist ein detaillierter Blick auf jede Methode, zusammen mit meinen Erkenntnissen:

Essiglösung

Die bewährteste Methode besteht darin, den Behälter zu gleichen Teilen mit weißem Essig und Wasser zu füllen, einen Brühzyklus zur Hälfte laufen zu lassen, 30–60 Minuten zu pausieren, den Zyklus abzuschließen und dann mit zwei Töpfen mit sauberem Wasser zu spülen. Die Säure des Essigs zersetzt Mineralablagerungen und tötet einige Bakterien ab, hinterlässt jedoch einen anhaltenden Geruch. Trotz des Geruchs liefert diese Methode eine saubere Maschine und verwendet ein handelsübliches Haushaltsprodukt.

Affresh Kaffeemaschinenreiniger

Affresh-Tabletten lösen sich in Wasser auf, durchlaufen dann zwei Brühzyklen, gefolgt von einer Spülung mit klarem Wasser. Diese Tabletten sprudeln bei Kontakt mit Wasser und zerfallen schnell, lösen sich jedoch nicht vollständig auf. Der Reinigungsprozess ist einfach und effektiv. Ein schwedisches Geschirrtuch wischt die ölige Beschichtung leicht vom Behälter ab.

Dezcal Entkalker

Dezcal von Urnex (einer von professionellen Baristas beliebten Marke) ist in Pulver- oder flüssiger Form erhältlich. Das Pulver löst sich in warmem Wasser auf und durchläuft einen Brühzyklus, gefolgt von zwei Zyklen mit sauberem Wasser. Diese Methode ist ungiftig und hochwirksam. Der erste Aufguss erzeugt trübes Wasser, aber der dritte Zyklus liefert kristallklare Ergebnisse.

Impresa Entkalker

Bei dieser Methode wird eine halbe Flasche Impresa in den Behälter gegossen, mit Wasser aufgefüllt und ein Brühzyklus durchgeführt. Die Mischung sprudelt kräftig, reinigt aber effektiv. Der Behälter war bereits nach einem Spülgang blitzsauber und eine abschließende Spülung entfernte alle Rückstände.

Biocaf

Biocaf-Granulat löst sich in warmem Wasser auf und durchläuft drei Brühzyklen (einen mit dem Reiniger, zwei mit sauberem Wasser). Es besteht zu 100 % aus Zitronensäure und ist ein starkes antibakterielles und entkalkendes Mittel. Es ist vordosiert, was den Vorgang schnell und einfach macht und das Wasser bei jedem Zyklus klarer wird.

Das Urteil: Welche Methode gewinnt?

Während alle Methoden effektiv reinigten, zeichnete sich Biocaf durch seine Bequemlichkeit aus. Das vordosierte Granulat vereinfachte den Prozess, ohne die Reinigungskraft zu beeinträchtigen. Essig bleibt eine praktikable Option für preisbewusste Benutzer, während Dezcal eine professionelle Lösung bietet. Letztendlich ist die beste Methode die, die Sie tatsächlich konsequent anwenden.

Regelmäßige Reinigung – alle paar Monate – ist wichtiger als die Suche nach der „perfekten“ Methode. Ganz gleich, ob Sie sich für Essig, einen Spezialreiniger oder Biocaf entscheiden: Wenn Sie Ihre Kaffeemaschine sauber halten, erhalten Sie ein besseres Brühergebnis und eine gesündere Küche.